Leistung SAP Mobile Infrastructure Anwendungsbeispiel: Energiemanagement im Lebensmitteleinzelhandel

Anwendungsbeispiel: Energiemanagement im Lebensmitteleinzelhandel

Ausgangssituation

Energiekosten machen einen großen Teil der Betriebskosten im Lebensmitteleinzelhandel aus, rund 3% des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland werden durch den Lebensmitteleinzelhandel verursacht
Der Stromverbrauch verteilt sich dabei folgendermaßen auf die Gewerke:

  • 65% Kälte
  • 20% Beleuchtung
  • 10% Klima

Von 2003 bis Mitte 2007 sind die Stromkosten in Deutschland um ca. 26% gestiegen und befinden sich weiter im Anstieg.

Einsparungen beim Energieverbrauch sind also ein probates Mittel, um die Betriebskosten deutlich zu senken. Um 1.000 € Ertrag zu erwirtschaften, müssen - bei hier veranschlagten branchenüblichen Margen - 50.000 € an Lebensmittel umgesetzt werden, während 1.000 € eingesparte Energiekosten mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen möglich sind.

Anforderungen an die Lösung

Technische Anlagen sollen zentral in SAP PM inventarisiert werden, dazu müssen die Daten der Anlagen in den Märkten erfasst und gepflegt werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Strukturdaten und energiewirtschaftlich relevanten Informationen.

Auf Basis der gewonnenen Daten soll eine energiewirtschaftliche Analyse und eine Bewertung der technischen Anlagen vorgenommen werden, die als Entscheidungsgrundlage für Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenpakete zur Energieeinsparung dienen können. Zuletzt sollen die Maßnahmen umgesetzt werden.

Umsetzung

Zur Erfassung der Anlagen vor Ort kommt eine mobile Anwendung zum Einsatz, die auf PDAs (Windows Mobile) oder auf Tablet-PCs nutzbar ist. Als Middleware dient SAP Netweaver Mobile 7.1 mit Consolidated Data Store, der Datenaustausch mit dem Backend erfolgt über Remote Function Calls (RFC). Die mobilen Geräte können mit gängigen Mobilfunk-Technologien oder per WLAN Daten per HTTP(S)-Protokoll mit der Middleware austauschen.

Eine strukturierte Menüführung ermöglicht eine einfache und effiziente Erfassung von Anlagen und Geräten. Durch Auswahllisten werden Schritt für Schritt die nötigen Angaben erfasst, dabei werden nur die Optionen angezeigt, die zur vorherigen Auswahl passen (z.B. nur Geräte eines bestimmten Herstellers). Die erfassten Daten werden durch eine Synchronisierungsfunktion drahtlos an die Middleware übertragen, von wo aus sie automatisch in konsolidierter Form zur Auswertung im Backend zur Verfügung gestellt werden.

Nutzen und Vorteile

  • Einfache, schnelle, gesteuerte Erfassung und Pflege der Daten
    • Verwendung von Favoriten: Gerätetypen, die sehr häufig vorkommen
    • Kopieren von Geräteeinträgen bei der Erfassung
    • Abzeichnung durch Marktverantwortlichen
  • Gesicherte Datenqualität
    • Umfangreiche Plausibilitätsprüfungen
    • Vorgabewerte in Auswahllisten aus Gewerkekatalog
    • Optional konfigurierbare Pflichtfelder
  • Auswertbarkeit im Backend
    • Vereinfachte Inventur
    • Dokumentation von Geräteverlagerungen in andere Märkte
    • Ausmusterung von Geräten

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